| Impfung gegen A/H1N1 soll 28 EUR nicht übersteigen! |
| Dienstag, 18. August 2009 um 14:50 Uhr |
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Die Kosten für die Schweinegrippe-Impfung sollen pro Patient 28 Euro nicht übersteigen. Das geht aus einer geplanten Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. Die Länder müssen aber noch zustimmen - und die Details mit den Kassen aushandeln. Berlin - Ihr Haus halte die 28 Euro für "einen sachgerechten und geeigneten Orientierungswert", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag. "Es ist jetzt Sache der Länder, in Impfvereinbarungen mit den Kassen Details zu klären." Die Verordnung soll am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden. 18 Euro sollen der Sprecherin zufolge auf den Impfstoff entfallen, zehn Euro auf die mit der Impfung verbundenen Dienstleistungen und sonstigen Kosten wie etwa die für Spritzen. Die "Rheinische Post" zitierte aus dem Entwurf: "Für die gesetzlichen Krankenkassen entstehen auf Basis der Verordnung geschätzte Mehrausgaben für 2009 in einer Größenordnung von etwa 0,6 Milliarden Euro." Es wird davon ausgegangen, dass die Länder jeweils verschiedene Vereinbarungen mit den Kassen treffen. Der Impfstoff soll ab Ende September zur Verfügung stehen. Vergangene Woche hatten sich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und die Kassen nach wochenlangem Streit darauf geeinigt, dass die Kassen für 50 Prozent der Bevölkerung die Kosten übernehmen. Die zusätzlichen Belastungen werden aus Steuermitteln finanziert. Höhere Kassenbeiträge oder Zusatzzahlungen wegen der geplanten Schweinegrippe-Impfung soll es somit nicht geben. Die Kosten für die Impfung von rund 40 Millionen Menschen schätzte Schmidt auf eine Milliarde Euro.
Beim Robert-Koch-Institut sind mittlerweile 12.120 Fälle von Schweinegrippe bekannt. Vor allem infizierte Urlaubsrückkehrer hatten die Zahlen zuletzt massiv ansteigen lassen. Nach Schätzung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte sind bei einer weiteren Verbreitung der Schweinegrippe Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet. Die Grippemittel Relenza und Tamiflu seien für Säuglinge im ersten Lebensjahr nicht zugelassen, erklärte der Verband. Und die für Kleinkinder geeignete Saftform von Tamiflu sei nach Angaben des Herstellers bis November oder Dezember nicht mehr lieferbar. "Damit haben wir bei einem Übergreifen der neuen Grippe auf besonders gefährdete Säuglinge und Kleinkinder in den nächsten Wochen so gut wie keine einigermaßen wirksamen Behandlungsmöglichkeiten", erklärte Verbandspräsident Wolfram Hartmann. Weil eine vorbeugende Influenza-Impfung frühestens im November wirksam sein könne, fordern die Kinder- und Jugendärzte Eltern auf, bei weiter steigenden Krankenzahlen Menschenansammlungen mit Kleinkindern zu meiden.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 19. August 2009 um 08:15 Uhr |