| USA: Tamiflu Resistente Schweinegrippe-Viren aufgetaucht |
| Mittwoch, 05. August 2009 um 06:08 Uhr |
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Einen Impstoff gibt es bisher noch nicht gegen die gegen die Schweinegrippe, Schutz bietet aber das Präparat Tamiflu.Nur aber wie lange noch? Auch in den USA, an der Grenze zu Mexiko, sind nun Tamiflu resistente Erreger aufgetaucht. Desweiteren zeigen neue Studien auf: Bei Kindern zeigt das Präparat Nebenwirkungen. Experten schlagen Alarm: Im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko sind nach Behördenangaben Fälle von Schweinegrippe aufgetaucht, bei denen eine Behandlung mit dem Medikament Tamiflu unwirksam war. In der Grenzregion, der Stadt El Paso und in der Nähe von McAllen im US-Bundesstaat Texas seien einige Fälle von Tamiflu-Resistenz festgestellt worden, sagte die Chefin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO), Maria Teresa Cerqueira, bei einer Konferenz im kalifornischen La Jolla.
Bereits im Juli war in Kanada ein Fall von Tamiflu-Resistenz beobachtet worden, auch in Dänemark, Japan und Hongkong erwiesen sich Stämme des Virus A/H1N1 bereits als unempfindlich gegen das Medikament.
Das Präparat mit dem Wirkstoff Oseltamivir besitzt zudem Nebenwirkungen. Bei Erwachsenen werden häufig Übelkeit, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden beobachtet. Bei Kindern ist der Einsatz von Tamiflu erst wenig untersucht. Zwei aktuelle englische Studien stellten fest, dass es gerade bei kindern zu häufigen nebenwirkungen kommt.
Von 83 Kindern, die das Virustatikum schluckten, berichteten 45 über Nebenwirkungen. 40 Prozent von ihnen klagten über Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit, 18 Prozent litten unter Schlafstörungen, Albträumen oder Konzentrationsproblemen. Die zweite Studie lieferte ähnliche Ergebnisse: Von 248 vorsorglich mit Tamiflu behandelten Kindern klagten 126 über Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Probleme, Konzentrationsstörungen oder Müdigkeit. Die Autoren um Anders Wallenstein vom HPA im britischen Stonehouse schreiben: "Nebenwirkungen müssen in die Abwägung, ob der massenhafte Einsatz einer vorbeugenden Therapie gegen neue Influenza-Viren sinnvoll und sicher ist, ebenso mit einbezogen werden wie das Risiko von Resistenzentwicklungen - insbesondere wenn die Erkrankungen meist mild verlaufen." In vergangenen Jahren gab es in Japan Beobachtungen, dass Tamiflu bei Kindern und Jugendlichen zu Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen, Krämpfen und sogar Depressionen führe. Ein ursächlicher Zusammenhang zur Einnahme von Tamiflu konnte jedoch nicht belegt werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMEA empfahl im Jahr 2007, Jugendliche, die Tamiflu einnehmen, genau zu beobachten.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 05. August 2009 um 06:19 Uhr |