| Schweinegrippe: Jetzt schon 9 Tote in Deutschland |
| Mittwoch, 04. November 2009 um 13:26 Uhr |
Zwei Männer (28, 40) und eine Frau (52) tot durch Schweinegrippe?
In Deutschland sind drei weitere Menschen nach einer Schweinegrippe-Infektion gestorben. In Stuttgart ist eine 52-jährige Frau dem H1N1-Virus zum Opfer gefallen. Die Patientin war laut Klinik chronisch vorerkrankt. Vergangenen Freitag war sie ins Krankenhaus eingeliefert worden.
In Berlin hat es ebenfalls einen Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe gegeben. Die Gesundheitsverwaltung teilte mit, dass am Montag ein 40- jähriger Mann gestorben ist, bei dem ein Test auf eine AH1N1- Infektion positiv war. Im Heidelberger Universitätsklinikum war schon am Sonntag ein 28- Jähriger nach einer Schweinegrippe-Infektion gestorben. Nach Klinikangaben litt der Patient aus Rheinland-Pfalz unter schwersten Erkrankungen an Leber und Niere und war auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Damit sind mindestens neun Schweinegrippe- Infizierte in Deutschland gestorben. Unklar blieb allerdings, ob die H1N1-Infektion den Tod des 28-Jährigen ursächlich ausgelöst hat. ![]() Viele Impfwillige haben aber das Problem, dass ihre Hausärzte keine Impfung anbieten. Das hessische Gesundheitsministerium appellierte daher an alle Hausärzte, Impfungen anzubieten. Bisher seien noch zu wenige Ärzte bereit, ihre Patienten gegen das H1N1-Virus zu impfen, sagte eine Ministeriumssprecherin. "Bürgerinnen und Bürger, deren Hausärzte sich weigern, eine Impfung vorzunehmen, lassen wir nicht im Stich. Sie können sich wegen der Impfung an das Gesundheitsamt wenden", betonte Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU). Zuvor hatte es geheißen, dafür seien ausschließlich die Hausärzte zuständig. Inzwischen hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) aufgerufen, auch Kleinkinder ab einem Alter von sechs Monaten impfen zu lassen. Begründung: In allen Altersgruppen hätten die Erkrankungen zugenommen. Auch Studiendaten aus dem Ausland zeigten inzwischen, dass auch sehr kleine Kinder die Impfung ohne schwere Nebenwirkungen annehmen würden. Von einer Immunisierung von Kindern, die eine Hühnereiweiß-Allergie haben, wurde jedoch deutlich abgeraten, da der Impfstoff Pandemrix in Hühnereiern hergestellt wird
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. November 2009 um 14:45 Uhr |