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Donnerstag, 26. November 2009 um 15:08 Uhr |
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Die Schweinegrippe-Impfung – wie gefährlich ist sie wirklich? Der Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) rief in Kanada eine Charge des Impfstoffs zurück. Grund: Das Mittel mit dem Namen „Arepanrix“ könnte lebensbedrohliche Allergien auslösen!
Mediziner wurden bereits am 18. November angewiesen, Impfdosen der betroffenen Charge nicht zu verwenden.
Unternehmenssprecherin Gwenan White sagte in London, die Empfehlung sei ausgegeben worden, nachdem von der betreffenden Charge mehr Berichte über allergische Reaktionen eingegangen seien als normalerweise.
Betroffen sind demnach 172 000 Impf-Einheiten. Wie viele davon schon benutzt wurden, sagte die Sprecherin nicht. Insgesamt seien 7,5 Mio. Impfdosen nach Kanada geliefert worden.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO verlangte, es müsse „geklärt werden, was in Kanada passiert ist“. Die Empfehlung zur Impfung gegen das H1N1-Virus bleibe jedoch bestehen.
Was bedeutet die Rückrufaktion für Deutschland?
„Gar nichts“, sagte GSK-Sprecher Markus Hardenbicker b„Der Impfstoff ist dem für Deutschland zugelassenen ,Pandemrix' zwar ähnlich, aber nicht gleich.“
Hardenbicker weiter: „,Arepanrix' wurde in Québec produziert, hat ein Zulassungsverfahren nur für Kanada durchlaufen. ,Pandemrix' wird in Dresden produziert, für den europäischen Markt, und wurde bei der europäischen Zulassungsstelle EMEA zugelassen.“
Derweil steigt die Zahl der Todesfälle von Patienten, die sich mit dem neuen Virus infiziert haben: Nach zwei weiteren Toten in Niedersachsen am Dienstag meldete auch das Bundesland Bremen erstmals ein Todesopfer: Die übergewichtige Frau († 31) sei bereits am Sonntag an den Folgen der Infektion gestorben. Weitere Vorerkrankungen seien nicht bekannt.
„Leider bestätigen sich jedoch hierdurch Meldungen aus dem In- und Ausland, dass die Schweinegrippe durchaus für jüngere Menschen auch ohne Vorerkrankungen gefährlich werden kann“, sagte Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter.
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Freitag, 13. November 2009 um 13:10 Uhr |
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Ist ein Deutscher (46) durch die Impfung gegen die Schweinegrippe gestorben?
Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat die Obduktion des verstorbenen Mannes angeordnet, der einen Tag nach der Immunisierung gegen H1N1 gestorben ist.
Der Wuppertaler war einen Tag nach der Impfung tot auf der Toilette seines Unternehmens entdeckt worden.
Es soll geprüft werden, ob ein Zusammenhang zur Impfung gegen die Schweinegrippe besteht und ob er allergisch auf die Impfung reagiert hat. Er selbst hat auf dem Fragebogen zur Grippe-Impfung eine Allergie-Anfälligkeit verneint.
Auch in Thüringen ist eine Frau (65) kurz nach einer Schweinegrippe-Impfung gestorben. Ob es zwischen der Impfung und dem Tod der Frau einen ursächlichen Zusammenhang gibt, muss aber auch in diesem Fall noch geklärt werden.
Nach einem Medienbericht, der sich auf Angaben ihres Ehemanns bezog, soll die 65-Jährige nach der Impfung zunächst keine Beschwerden gehabt haben. Nach dem Abendessen habe sie eine schwere Herzattacke erlitten und sei ins Krankenhaus gebracht worden wo man sie nicht mehr wiederbeleben konnte.
In Düsseldorf erlitt ein Mann (30) nach der Impfung einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock, wie der Arzt Christian Wittig bestätigte. Glücklicherweise befand sich der Mann zu diesem Zeitpunkt noch in der Arztpraxis und konnte sofort notfallmäßig betreut werden.
„Bei einem anaphylaktischen Schock hat man ein Zeitfenster von 90 Sekunden, um zu reagieren“, betonte Wittig. Der Patient habe einen Kreislaufkollaps erlitten, sei aber noch ansprechbar gewesen. Nach einer Notfallbehandlung wurde er in eine Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber zwei Stunden später bereits wieder verlassen.
Auch in Schweden werden fünf Todesfälle untersucht, die eine zeitliche Nähe zu einer H1N1-Immunisierung hatten. Drei der betroffenen Personen waren 74 Jahre und darüber. Alle litten zuvor an einer schweren chronischen Erkrankungen.
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Mittwoch, 11. November 2009 um 18:35 Uhr |
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Angesichts der grassierenden Schweinegrippe sollen bis Ende des Jahres 20 Millionen Dosen des Impfstoffs Pandemrix ausgeliefert werden. Das hat der Hersteller Glaxosmithkline den Gesundheitsministern von Bund und Ländern zugesichert, sagte Bundesminister Philipp Rösler (FDP). "Diese Zahlen machen schon deutlich, dass nicht jeder geimpft werden kann." Im Dezember sollten zusätzlich 150.000 Impfdosen ohne Wirkungsverstärker für Schwangere zur Verfügung stehen, sagte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert (SPD). Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Schwangere einen Impfstoff, der nur Virenteile und zudem keine Wirkstoffverstärker enthält. Laut FAZ war bislang die Bestellung von 150.000 bis 200.000 Impfdosen für Schwangere im Gespräch. Gemessen an den im vergangenen Jahr in Deutschland lebend geborenen 683.000 Kindern könne somit allenfalls jede dritte Schwangere mit einer Impfung rechnen. In Aachen ist unterdessen eine 33-jährige, mit H1N1 infizierte Frau nach einer Frühgeburt gestorben. Todesursache war ein Lungen- und Kreislaufversagen, teilte das Aachener Klinikum mit. Einige Tage zuvor hatte sich die Frau, die im siebten Monat schwanger war, mit grippeähnlichen Symptomen an den ärztlichen Notdienst gewandt.
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Freitag, 06. November 2009 um 13:37 Uhr |
Nachdem bisher 9 menschen der Schweinegrippe zum Opfer fielen ist die Impfbereitschaft in Deutschland deutlich gestiegen. Zum Teil muss man wochenlang auf eine Impfung gegen das Schweinegrippe-Virus A/H1N1 warten. In Niedersachsen gibt es Probleme mit dem Nachschub. In Berlin und anderen Städten Deutschlands sind die Info-Telefone zur Schweinegrippe überlastet. Innerhalb weniger Tage habe sich die Einstellung der Bevölkerung zur Impfung gegen die Schweinegrippe komplett gedreht, sagte Uwe Köster von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. In Münster (Nordrhein-Westfalen) ist der gelieferte Impfstoff bereits komplett aufgebraucht. Die Schweinegrippe hat auch den Leipziger Thomaner-Chor erreicht. Ein elfjähriger Sängerknabe sei nachweislich erkrankt, 29 weitere litten an Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen, teilte die Geschäftsführung mit. Um die Ansteckungskette zu unterbrechen, wurde das Schülerheim für eine Woche geschlossen. |
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Mittwoch, 04. November 2009 um 13:26 Uhr |
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Zwei Männer (28, 40) und eine Frau (52) tot durch Schweinegrippe?
In Deutschland sind drei weitere Menschen nach einer Schweinegrippe-Infektion gestorben. In Stuttgart ist eine 52-jährige Frau dem H1N1-Virus zum Opfer gefallen. Die Patientin war laut Klinik chronisch vorerkrankt. Vergangenen Freitag war sie ins Krankenhaus eingeliefert worden. In Berlin hat es ebenfalls einen Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe gegeben. Die Gesundheitsverwaltung teilte mit, dass am Montag ein 40- jähriger Mann gestorben ist, bei dem ein Test auf eine AH1N1- Infektion positiv war. Im Heidelberger Universitätsklinikum war schon am Sonntag ein 28- Jähriger nach einer Schweinegrippe-Infektion gestorben. Nach Klinikangaben litt der Patient aus Rheinland-Pfalz unter schwersten Erkrankungen an Leber und Niere und war auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Damit sind mindestens neun Schweinegrippe- Infizierte in Deutschland gestorben. Unklar blieb allerdings, ob die H1N1-Infektion den Tod des 28-Jährigen ursächlich ausgelöst hat.

Viele Impfwillige haben aber das Problem, dass ihre Hausärzte keine Impfung anbieten. Das hessische Gesundheitsministerium appellierte daher an alle Hausärzte, Impfungen anzubieten. Bisher seien noch zu wenige Ärzte bereit, ihre Patienten gegen das H1N1-Virus zu impfen, sagte eine Ministeriumssprecherin. "Bürgerinnen und Bürger, deren Hausärzte sich weigern, eine Impfung vorzunehmen, lassen wir nicht im Stich. Sie können sich wegen der Impfung an das Gesundheitsamt wenden", betonte Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU). Zuvor hatte es geheißen, dafür seien ausschließlich die Hausärzte zuständig.
Inzwischen hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) aufgerufen, auch Kleinkinder ab einem Alter von sechs Monaten impfen zu lassen. Begründung: In allen Altersgruppen hätten die Erkrankungen zugenommen. Auch Studiendaten aus dem Ausland zeigten inzwischen, dass auch sehr kleine Kinder die Impfung ohne schwere Nebenwirkungen annehmen würden. Von einer Immunisierung von Kindern, die eine Hühnereiweiß-Allergie haben, wurde jedoch deutlich abgeraten, da der Impfstoff Pandemrix in Hühnereiern hergestellt wird
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. November 2009 um 14:45 Uhr |
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