Schweinegrippeimpfung

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Tote in Deutschland
Administrator - Montag, 30. November 2009
Schweinegrippe: 59 Tote in Deutschland

Weit über 100 000 menschen sind in Deutschland infiziert

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Start News Die Ausbreitung der Schweinegrippe Notstand durch Schweinegrippe in der Ukraine
Notstand durch Schweinegrippe in der Ukraine
Dienstag, 03. November 2009 um 09:27 Uhr

Allein kann die Ukraine den Kampf gegen die Schweinegrippe nicht gewinnen. Nun hat Staatspräsident Viktor Juschtschenko die USA, EU und Nato um Hilfe gebeten. Das Virus breite sich schnell aus und habe sich inzwischen zu einer Gefahr für die „nationale Sicherheit“ entwickelt, erklärte der Staatschef in Kiew. In d er Schweiz seien bereits 16 Tonnen des Grippemedikaments Tamiflu geordert worden. Der Vorrat solle für einen Monat reichen.

Hilfe aus Nachbarländern

Polen und die Slowakei hätten bereits auf den Hilferuf reagiert, hieß es gestern. So habe die Slowakei 200000 Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt. Und Wroclaw (Breslau) schickte auf Anweisung von Stadtpräsident Rafal Dutkiewicz einen Transport mit 10000 Atemschutzmasken auf den Weg in die ukrainische Partnerstadt Lwow (Lemberg).

Inzwischen wurden auch Militärärzte und Reservisten abgestellt, die sich um die wachsende Zahl an Patienten kümmern sollen. Wie das Gesundheitsministerium gestern mitteilte, seien bereits mehr als 70 Menschen an der Grippe und an Erkrankungen der Atemwege gestorben. Rund 190000 Bewohner vor allem im Westen des Landes seien erkrankt. Über 100 liegen auf den Intensivstationen der völlig überfüllten Krankenhäuser. Allerdings ist nicht geklärt, wie viele Menschen tatsächlich an dem gefährlichen Virus A (H1N1) erkrankt sind. Bisher wurden von offiziellen Stellen vier Todesfälle aufgrund der Schweinegrippe bestätigt.

Immer wieder neue Zahlen über Tote und neue Ansteckungen haben inzwischen zu einer regelrechten Panik im Land geführt. Ohne Schutzmasken trauen sich die Menschen nicht mehr auf die Straße. Inzwischen herrscht offensichtlich auch ein dramatischer Mangel an Grippemedikamenten. Die Apotheken sind praktisch leer gekauft. Das Gesundheitsministerium hatte am Wochenende wiederholt die Apotheker im Land gewarnt, Profit aus der Krise schlagen zu wollen. Jeder, der die Preise für Grippemedikamente erhöhe, werde schwer bestraft. Die Realität aber sieht aber anders aus. Immer wieder wird gemeldet, dass Ärzte und Apotheker für das Grippemittel Tamiflu fast 400 Euro verlangen würden. Das ist über zehn Mal mehr als der übliche Marktpreis. Ausverkauft sind Medienberichten zufolge Zwiebeln, Knoblauch und Wodka – alte Hausmittel zur Bekämpfung von Erkältungen.

Zur Verunsicherung tragen allerdings auch die ukrainischen Politiker bei. Die haben nämlich die Bekämpfung der Grippewelle überraschend als Wahlkampfthema erkannt und überschlagen sich mit Anordnungen. Im Januar wird in der Ukraine ein neuer Präsident gewählt. So warnte Premierministerin und Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko davor, Panik zu verbreiten, ließ aber im ganzen Land für die kommenden drei Wochen Schulen und Kindergärten schließen. Präsident Viktor Juschtschenko erklärte, dass er den dramatischen Mangel an Arzneimitteln und Schutzmasken abstellen werde.

Keine voreiligen Schlüsse

Inzwischen wurden auch vier Grippefälle aus dem südpolnischen Grenzgebiet zur Ukraine gemeldet. Unter den Erkrankten seien ein Zöllner und ein zehnjähriger Junge, der noch vorige Woche mit seinen Eltern zum Einkaufen in der Ukraine gewesen sei. Mediziner warnten aber davor, voreilige Schlüsse zu ziehen.

 

 

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