| Im Herbst Schweinegrippe-Tote in Deutschland? |
| Donnerstag, 06. August 2009 um 21:27 Uhr |
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Nach Expertenmeinung können Eltern ihre Kinder derzeit unbesorgt zur Schule schicken. "Aus medizinischer Sicht handelt es sich nicht um eine besonders bedrohliche Erkrankung", sagte der Leiter der Klinik für Immunologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, Reinhold E. Schmidt. Zu beachten seien eine gesunde Ernährung, frische Luft und Hygiene. Kinder mit grippalen Symptomen sollten aber auf jeden Fall zu Hause bleiben und zum Arzt gebracht werden. In NRW will die Schulbehörde am kommenden Dienstag entscheiden, ob die Schulferien aufgrund der Schweinegrippe verlängert werden sollen. Nach Aussagen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt der Schweinegrippe-Erreger bisher kaum Veränderungen, die ihn aggressiver machen könnten. Eigene und weltweite Studien hätten ergeben, dass das Erbgut des Virus sehr stabil sei. Dies sei eine gute Nachricht. Gleichwohl wisse man nicht, in welcher Gestalt das Grippevirus im Herbst auftreten werde. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) rechnet im Herbst mit deutlich mehr Schweinegrippe-Erkrankungen und schwereren Verläufen als bisher. Dann seien Todesfälle auch in Deutschland möglich, sagte PEI-Präsident Johannes Löwer . Die ersten Risiko-Gruppen könnten jedoch bereits im September gegen die neue Grippe geimpft werden, ergänzte er. Sinnvoll sei nach dem Vorschlag der Weltgesundheitsorganisation zuerst medizinisches Personal und dann chronisch Kranke und Schwangere zu impfen. Das PEI ist in Deutschland für Impfstoffe zuständig. Er sei optimistisch, dass sich die Kostenfrage mit den Kassen lösen lasse |