Schweinegrippeimpfung

News - Kurzmeldungen
Tote in Deutschland
Administrator - Montag, 30. November 2009
Schweinegrippe: 59 Tote in Deutschland

Weit über 100 000 menschen sind in Deutschland infiziert

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Start News Die Ausbreitung der Schweinegrippe Innerhalb 24 Stunden doppelt so viel Infizierte
Innerhalb 24 Stunden doppelt so viel Infizierte
Samstag, 25. Juli 2009 um 09:07 Uhr
Ist die Bundesliga in Gefahr?


Die Zahlen sind beängstigend, die Schweinegrippe verbreitet sich so schnell wie nie!

Innerhalb von 24 Stunden hat sich die Zahl der Neuinfizierten in Deutschland verdoppelt! An einem einzigen Tag registrierte das Robert Koch-Institut 637 neue Fälle, davon waren 528 Reiserückkehrer, die meisten kamen aus Spanien. Einen Tag zuvor hatten Ärzte nur halb so viele Neuinfizierte gemeldet: 263.

Werden bei uns bald – wie im Frühjahr in Mexiko – massenhaft Schulen und Restaurants geschlossen? Müssen Großveranstaltungen wie Konzerte und sogar Bundesligaspiele wegen der Ansteckungsgefahr ausfallen? Die Politik sieht hierzu noch keine Massnahmen um Großveranstaltungen abzusagen.

Gerold Reichenbach, Katastrophenschutzexperte der SPD-Bundestagsfraktion, warnt jedoch: „Wenn das Virus noch gefährlicher wird und die Ansteckungsrate nach oben geht, müssen Großveranstaltungen wie Fußballspiele abgesagt werden.“

Keine Labortests mehr

Bis gestern wurden in Deutschland 2500 Infizierte registriert, schon heute werden es wahrscheinlich weit mehr als 3000 sein. Bei vielen Kranken wird gar kein Labortest mehr gemacht. Sie werden als Schweinegrippe-Fall registriert, wenn sie mit einem Erkrankten Kontakt hatten und Symptome zeigen.

Die größte Gefahr ist der kommende Winter. In Lateinamerika stiegen mit Beginn der Kältewelle die Zahlen der Infizierten und Toten dramatisch. 480 Menschen starben in Lateinamerika an der Schweinegrippe – das sind zwei Drittel der Todesfälle weltweit. EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou rechnet im Spätherbst mit einem deutlichen Anstieg der Todesfälle in Europa.

Bevorzugte Impfungen für Schwerverbrecher?

Mehrere Politiker fordern jetzt, die ersten Impfungen exakt zu planen – mit ungewöhnlichen Maßnahmen. So könnten beispielsweise Schwerverbrecher bevorzugt geimpft werden – damit sicher inhaftierte Triebtäter und Gewaltverbrecher nicht in Krankenhäuser verlegt werden müssen.

CSU-Innenexperte Stephan Mayer: „Wir brauchen eine strenge Prioritätenliste. Neben gesundheitlich angegriffenen und älteren Menschen müssen auch Strafgefangene bevorzugt geimpft werden. Nur so kann verhindert werden, dass gefährliche Täter im Krankenhaus von Polizisten teuer bewacht werden müssen.“

Auch CDU-Sozialexperte Gerald Weiß sagt: „Für mich steht der Schutz der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie Rentner, schwangere Frauen und Kinder stark im Vordergrund. Es kann aber auch sinnvoll sein, Strafgefangene frühzeitig zu impfen. Damit vermeidet man Sicherheitsrisiken und unnötige Kosten durch Bewachung in Krankenhäusern.“

Schüler vorzeitig in die Ferien geschickt

Schon jetzt hat die Grippewelle gravierende Auswirkungen auf den Alltag vieler Menschen in Deutschland. Eine Schule in Engstingen (Baden-Württemberg) hat ihre Schüler früher in die Sommerferien geschickt. Bei einer London-Fahrt hatten sich sieben Schüler infiziert. Die Zeugnisse werden den Schülern zugeschickt.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 30. Juli 2009 um 08:28 Uhr
 

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