Schweinegrippeimpfung

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Tote in Deutschland
Administrator - Montag, 30. November 2009
Schweinegrippe: 59 Tote in Deutschland

Weit über 100 000 menschen sind in Deutschland infiziert

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Start News Die Ausbreitung der Schweinegrippe Hohe Dunkelziffer bei Schweinegrippeerkrankungen
Hohe Dunkelziffer bei Schweinegrippeerkrankungen
Dienstag, 16. Juni 2009 um 17:33 Uhr

Das H1N1-Virus könnte schon viel mehr Menschen infiziert haben als bislang bekannt, glaubt ein Mediziner. Die Betroffenen bemerken die Infektion nicht, weil sie ohne Symptome verläuft. Diese unentdeckten Infektionen könnten aber von großem Nutzen sein.


Hat der Schweinegrippe-Erreger schon mehr Menschen infiziert als Mediziner glauben? In Deutschland gibt es bisher knapp 180 bestätigte Infektionen. Doch dies könnte nur die Spitze des Eisbergs sein, meint Peter Wutzler, Professor an der Universität Jena. Der Virologe rechnet mit einer sehr hohen Dunkelziffer an Infizierten, da eine Infektion oftmals ohne oder nur mit geringen Symptomen verlaufe.

 

Das sei in gewissem Sinne sogar ein Vorteil: "Die Ausbreitung ohne Symptome wird auch zur Immunisierung der Bevölkerung führen." Wenn dann viele Menschen immun seien, könne das Virus keine gefährliche Seuche mehr in Europa auslösen. "Ob deshalb Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung jemals zum Einsatz kommen, sei jedoch ungewiss, wenn große Teile der Bevölkerung immun dagegen sind."

 

Wutzler ist als Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV) auch in die Pandemieplanung des Bundes einbezogen. Die WHO hatte vor wenigen Tagen die höchste Warnstufe 6 ausgerufen. "Ein Problem wäre, wenn das Virus sich mit anderen Grippeviren mischen würde und somit mutieren würde", sagte der Mediziner. "Auf der Südhalbkugel haben wir die Gefahr schon, denn da ist Winter mit entsprechender Zirkulation der saisonalen Grippeviren." Bislang habe sich das Virus noch nicht nachweislich verändert. "Es ist geblieben wie es ist."

Auch nach dem ersten Todesfall durch Schweinegrippe in Europa rechnet der Virologe nicht mit einer großen Gefahr durch die Erreger. Die britische Patientin sei zusätzlich geschwächt gewesen.

 

Zugang zu einem Impfstoff oder zu antiviralen Medikamente hätten laut einer neuen Studie nur knapp zehn Prozent der Weltbevölkerung. Dies berichten der US-Forscher David Fedson und seine Kollegen im Fachblatt "Influenza and Other Respiratory Viruses" . Günstige Generika könnten jedoch das Leben von vielen Menschen retten, schreiben die Forscher weiter. Dazu müssten jedoch jene Medikamente genauer erforscht werden, die Entzündungen hemmen und die Immunantwort verändern. Selbst Studien über Medikamente, die zur Senkung des Cholesterinspiegels oder bei Diabetes eingesetzt würden, könnten hilfreich sein.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 16. Juni 2009 um 17:44 Uhr
 

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