| Düsseldorf: 30 Kinder an Schweinegrippe erkrankt |
| Mittwoch, 10. Juni 2009 um 00:00 Uhr |
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Das H1N1-Virus breitet sich weiter aus: In Nordrhein-Westfalen wurden am Mittwoch 40 infizierte Schüler gemeldet - allein 26 von ihnen an einer japanischen Schule in Düsseldorf. Die Schule wurde darauf hin geschlossen. Düsseldorf - In Deutschland stecken sich immer mehr Menschen mit der Schweinegrippe an. In Nordrhein-Westfalen wurde am Mittwoch festgestellt, dass 40 Schüler erkrankt sind. In München wurden zwei Kindergartenkinder infiziert. In Deutschland gibt es insgesamt mehr als 100 bestätigte Fälle. In Düsseldorf haben sich 34 Schüler einer japanischen Schule aus dem Ortsteil Niederkassel mit dem Virus H1N1 infiziert. Dies teilte die Stadtverwaltung mit. Es handelt sich um Schulkameraden zweier japanischen Kinder, bei denen der Virus bereits am Dienstag festgestellt wurde. Die Schule, die über 500 Kinder besuchen, wurde daraufhin geschlossen. Erst am 19. Juni soll die Schule wieder geöffnet werden. Die infizierten Kinder kommen aus unterschiedlichen Klassen. Die betroffenen japanischen Familien stehen unter häuslicher Quarantäne, so die Stadtverwaltung. Das Gesundheitsamt habe die Familien kontaktiert und über die notwendigen Verhaltensmaßnahmen informiert. Derzeit werden die personen kontaktiert und untersucht, welche zu den infizierten Personen Kontakt hatten. Die Stadt Düsseldorf möchte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, Informationen über die neuen Fälle bekanntgeben. Auch in Köln breitet sich das Virus an einer Schule aus. Dort sind drei weitere Schülerinnen erkrankt. Es handelt sich um Mitschülerinnen eines 13-jährigen Mädchens eines Kölner Gymnasiums, bei der sich der Verdacht am Dienstag bestätigt hatte. Das Mädchen hatte am Sonntag erste Grippesymptome gezeigt und war am folgenden Tag zum Arzt gegangen. Bei Tests wurde bei der 13-Jährigen das Virus A/H1N1 nachgewiesen. Alle vier erkrankten Schülerinnen können zu Hause behandelt werden.
Die Kindertageseinrichtung soll zehn Tage geschlossen bleiben, um weitere Infektionen zu vermeiden. In der Einrichtung werden 36 Kinder betreut. Nach zehn Tagen besteht nach derzeitigem Wissensstand keine Infektionsgefahr mit dem Virus A/H1N1 mehr. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden die meisten Fälle aus den USA eingeschleppt. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge meldeten 74 Länder bislang insgesamt rund 27.700 Fälle und 141 Todesopfer. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 11. Juni 2009 um 08:50 Uhr |