| Schweinegrippe fordert weitere Tote in der Ukraine |
| Freitag, 06. November 2009 um 07:48 Uhr |
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Die Schweinegrippe-Welle in der Ukraine wird immer schlimmer. Derzeit hat die Ukraine mehr als 90 Tote durch die Schweinegrippe gemeldet, eine halbe Million Menschen sollen infiziert sein. Auch Deutschland beklagt weitere Todesopfer durch den heimtükischen Virus. Die WHO rechnet damit, dass es sich bei den Erkrankungen in der Ukraine vorwiegend um Schweinegrippe handelt. Der H1N1-Virus ist inzwischen weltweit zum dominanten Influenza-Stamm geworden. Die genaue Zahl der nachgewiesenen Schweinegrippe-Todesfälle ist noch unklar. Nach WHO-Angaben laufen die meisten Nachweisverfahren noch. In der Ukraine kam es zuletzt zu widersprüchlichen Informationen über das Ausmaß der Schweinegrippeauch wegen der Machtkämpfe vor der für Januar geplanten Präsidentenwahl. Während der Staatschef Wiktor Juschtschenko von einer Epidemie sprach, sagte die Regierungschefin Julia Timoschenko, es handele sich nur um wenige Fälle. Weil die Ukraine kein Geld zur Bekämpfung der Schweinegrippe hat, haben mehrere Länder bereits Hilfe geleistet oder angekündigt. Der Ausbruch in der Ukraine könne Aufschluss darüber geben, wie sich das pandemische H1N1-Virus in der nördlichen Hemisphäre während der Wintermonate verhalte, teilte die WHO mit. Die Organisation empfahl bei Krankheitssymptomen dringend die Behandlung mit Medikamenten. Insgesamt halten sich neun WHO-Experten im Land auf, um vor allem in der schwer getroffenen Westukraine die Lage zu analysieren. Wegen der Epidemie sind in der Ukraine zunächst für einen Zeitraum von drei Wochen alle Bildungseinrichtungen und Kindergärten geschlossen sowie Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen verboten. |