| Erste Anzeichen von Mutation der Schweinegrippevirus |
| Mittwoch, 24. Juni 2009 um 07:53 Uhr |
Experten sehen erste Anzeichen von Mutation
Beunruhigende Nachrichten: Das Robert Koch Institut sieht erste Anzeichen für eine Veränderung des Schweinegrippe-Erregers. Die Virologen schauen hierbei mit Sorge auf die südliche Halbkugel. Verändert sich das Virus? Laut Experten gibt es erste Anzeichen, dass der Erreger der Schweinegrippe, das H1N1-Virus, in Ländern der südlichen Hemisphäre neben der normalen saisonalen Grippe auftritt oder deren Stämme verdrängt. Der Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI), Jörg Hacker, sagte, es sei daher damit zu rechnen, dass das Virus sich verändere und im Herbst in abgewandelter Form auf die nördliche Halbkugel gelange. Noch aber, so bekräftigte Hacker, verlaufe die Grippe bei den meisten Betroffenen eher mild. Experten fürchten seit langem, dass sich das Erbgut des Erregers mit dem normaler Influenza-Viren zu einer aggressiveren Variante vermischen könnte. Nach Angaben Hackers gibt es in Deutschland inzwischen mehr als 300 nachgewiesene Infektionen mit der sogenannten Schweinegrippe. Laut WHO gibt es weltweit 52.160 bestätigte Fälle von Schweinegrippe, 231 Menschen sind offiziell an daran gestorben. Personen über 50 Jahre erkranken seltener als junge Menschen, offenbar gebe es in der älteren Generation eine Art Grundimmunisierung, so Hacker. Auch Personen mit chronischen Erkrankungen seien auffällig häufig betroffen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Bundesrepublik für den Fall einer weiteren Verbreitung der neuen Grippe gut gerüstet. "Was die Vorbereitung anbelangt, kann man, glaube ich, sagen, dass Deutschland sehr gut vorbereitet ist", sagte sie nach einem Besuch beim RKI. So sei die Bevorratung des Grippemittels Tamiflu eng mit den Bundesländern abgestimmt worden.
Im baden-württembergischen Königsfeld wurde eine Grundschule geschlossen - es bestand Verdacht auf Schweinegrippe. Dies sagte ein Sprecher der Kleinstadt im Schwarzwald. Der Unterricht falle die gesamte Woche aus. Es seien 80 Schüler betroffen. Bei einem Kind in der dritten Klasse vermute man eine Infektion mit Schweinegrippe.
Eigentlich sollte nur der Unterricht für die Schüler der betroffenen Klasse ausfallen. Aber am Montag seien nur wenige Schüler überhaupt erschienen. Ein regulärer Schulbetrieb sei daher nicht mehr möglich gewesen. Die Schließung sei medizinisch nicht gerechtfertigt, betonte der Sprecher.
GRATIS-HOTLINE DER BUNDESREGIERUNG
Unter 0800- 44 00 55 0 können sich Bürger ab sofort telefonisch über die Schweinegrippe informieren. Die kostenlose Hotline wird vom Bundesgesundheitsministerium betrieben und ist montags bis donnerstags zwischen 8 und 18 Uhr, freitags zwischen 8 und 12 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen zwischen 10 und 16 Uhr zu erreichen. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 24. Juni 2009 um 09:47 Uhr |