| Impfstoffe gegen die Schweinegrippe H1N1 |
Welche Impfstoffe stehen derzeit zur Verfügung?
PandemrixPandemrix (Hersteller GlaxoSmithKline) wurde auf der Basis des Influenza-A-Virus H5N1 entwickelt und inzwischen neben anderen NItteln von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassen. Der Impfstoff ist wie Focetria eine Spaltvakzine auf der Basis von Hühnereiern hergestellt. Er enthält das Adjuvans AS03, welches in den Vereinigten Staaten nur für Menschen über 65 Jahre zugelassen ist. Weiterhin ist dem Impfstoff Thiomersal als Konservierungsstoff beigefügt (5 Mikrogramm pro Impfdosis). Vom deutschen Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte wird diese Mittel kritisiert, dass der mit einem Wirkverstärker versehene Impfstoff bei Schwangeren und an unter Dreijährigen bislang nicht getestet wurde und der Konservierungsstoff eine Quecksilberverbindung enthalte. Von den deutschen Bundesländern wurden 50 Millionen Dosen von Pandemrix bestellt. Bis zum 22. Oktober 2009 wurden in Schweden über 500.000 Impfungen verabreicht. Von diesen wurden etwa 200 Fälle von möglichen Nebenwirkungen gemeldet. Von diesen wurden sechs Meldungen medizinischen Fachpersonals als bedeutsam eingestuft und werden weiter untersucht, weitere 10 Meldungen Geimpfter werden als möglicherweise bedeutsam betrachtet und untersucht. Hier finden Sie den Beipackzettel des Mittels Pandemrix
FocetriaFocetria (Hersteller Novartis) ist eine Spaltvakzine auf der Basis von Hühnereiern hergestellt und enthält das Adjuvans MF59. Die Genehmigung für das Inverkehrbringen von Focetria wurde am 2. Mai 2007 von der Europäischen Kommission in Verbindung mit dem aviären Influenza-A-Virus H5N1 erteilt. 2009 wurde das Präparat auf H1N1 umgestellt. Als Nebenwirkungen werden in 1 bis 10 von 100 Fällen Kopfschmerzen, Schwitzen, Arthralgie (Gelenkschmerzen), Myalgie (Muskelschmerzen), Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Schwellung, Verhärtung, Bluterguss und Schmerzen), Fieber, Unwohlsein, Erschöpfung (Müdigkeit) und Frösteln beschrieben. Hier finden Sie den Beipackzettel des Mittels Focetria CelvapanCelvapan (Hersteller Baxter) enthält abgetötete Vollviren (inaktivierter Ganzpartikelimpfstoff) ohne Adjuvans. Die in Celvapan enthaltenen Viren werden in Vero-Zellen – einer Zelllinie, die 1962 von Grünen Meerkatzen abgeleitet wurde – gezüchtet. Das deutsche Bundesministerium des Innern hat 200.000 Dosen von Celvapan bestellt. Hier finden Sie den Beipackzettel des Mittels Celvapan
CelturaCeltura (Hersteller: Novartis) wird zurzeit geprüft. Die Herstellung erfolgt auf der Basis von Zellkulturen. Der Impfstoff enthält ein Adjuvans und Thiomersal. Wirkstoff: Virusuntereinheiten 3,75 µg/Dosis. PanenzaPanenza (Hersteller: Sanofi Pasteur MSD) wird zurzeit geprüft. Die Herstellung erfolgt auf der Basis von Hühnereiern. Der Impfstoff enthält weder Konservierungsmittel noch Adjuvanzien. Wirkstoff: Spaltvirus 15 µg/Dosis.
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