Schweinegrippeimpfung

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Tote in Deutschland
Administrator - Montag, 30. November 2009
Schweinegrippe: 59 Tote in Deutschland

Weit über 100 000 menschen sind in Deutschland infiziert

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Experten sagen: Jetzt jedes Jahr Schweinegrippe

Göttingen – Das heimtückische Schweinegrippe-Virus H1N1 ist zurück – und es wird für immer bleiben. Da sagen Experten und sind sich sicher.

Christian Meyer vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg erklärte der „Frankfurter Rundschau“, dass sich die Deutschen darauf einrichten müssten, dass das Virus künftig immer wieder zur Grippesaison auftauche: „So etwas verschwindet nicht wieder einfach so.“

Gleichzeitig gibt der Experte jedoch vorsichtig Entwarnung: Das Virus sei bisher nicht gefährlicher einzustufen als andere im Land kursierende Erreger. „In der vergangenen Saison haben wir den Verlauf sogar als besser eingestuft als bei anderen Grippe-Erregern“, so Meyer.

Noch am Wochenende hatte der Tropenmediziner betont: „Die Schweinegrippe gibt es noch, etwa in Indien. In Deutschland spielt sie aber gar keine Rolle mehr.“

Dr. Matthias Pulz, Leiter des Landesgesundheitsamtes, hingegen: „Influenzaviren sind unberechenbar. Auch gesunde Menschen können daran versterben. Wir werden in den kommenden Tagen noch mehr Fälle bekommen.“

Die aktuelle Situation in Deutschland: Ein Mann († 51), eine Frau († 20) und die kleine Lenja († 3) starben an den Folgen einer Infektion mit dem H1N1-Virus. Zudem sind zwei neue Fälle bekannt geworden. Auf der Intensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) werden zurzeit zwei junge Frauen behandelt, bei denen der H1N1-Erreger nachgewiesen wurde.

• Die eine schwer erkrankte Patientin wird nach Klinikangaben mit ECMO beatmet – beim Einsatz dieses Geräts können sich die geschädigten Lungen erholen. Auch die andere Frau wird künstlich beatmet.

• Die kleine Lenja († 3) aus Göttingen (Niedersachsen) hatte Atembeschwerden, der Hausarzt schickte sie trotzdem nach Hause. Dort ging es dem Kind zunächst besser, bis plötzlich ein Fieberschub einsetzte. Der Notarzt brachte das Kind noch in die Notaufnahme, es starb in der Klinik. Auch Lenjas Mutter und ihre Schwestern (1 und 5) zeigten Symptome, kamen ins Krankenhaus, wo mindestens ein Kind positiv auf H1N1-Viren getestet wurde. Es wurde mit Tamiflu behandelt, durfte an Neujahr das Krankenhaus verlassen.

Noch eine Woche vor ihrem Tod war Lenja auf einem Kindergeburtstag gewesen. Alle Eltern wurden informiert, die Kinder werden nun untersucht.

• Der 51-Jährige Mann starb gestern in der Uniklinik Göttingen. Er hatte vor seiner Infektion einen Herzinfarkt erlitten, sein Organismus war geschwächt. Er war nicht mit Lenja verwandt. Dass beide Patienten in Göttingen starben, halten die Mediziner für „Zufall“.

• Schon im Dezember starb nach Angaben des Robert-Koch-Instituts eine H1N1-Patientin (20) an Multiorganversagen im Krankenhaus.

• In Hessen wurden seit vergangenem Oktober 15 Schweinegrippe-Fälle gemeldet, alleine im Dezember waren es elf.

Bis April 2010 sind in Deutschland 257 Menschen an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Im Sommer hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Pandemie für beendet erklärt – nach 18 500 Toten in 200 Ländern.

 
Erneut Toter (53) nach Schweinegrippe-Infektion

Hannover – Das Schweinegrippe-Virus ist weiterhin lebensgefährlich. In der Nähe von Fallingbostel (Niedersachsen) ist bei einem Mann (53) der Erreger nachgewiesen worden. Dieser verstab am Dienstag an einer Lungenentzündung.

Sechs Menschen verloren bisher den Kampf gegen die Schweinegrippe, fünf liegen mit schweren Lungenproblemen im Krankenhaus. Warum greift das Virus die Lunge so sehr an?

Stefan Zorn (47), Sprecher der Medizinischen Hochschule Hannover: „Normale Viren koppeln sich in den oberen Atemwegen an die Zellen. Das H1N1-Virus wandert erst tief in die Lunge und dockt dort an Zellen. Die Infektion findet direkt in der Lunge statt.“

Aus diesem Grund müssen die Patienten beatmet werden, um die Lunge zu entlasten.

 
Schweinegrippe! Zwei Tote in Göttingen

Die Schweinegrippe fordert neue Opfer in Deutschland. Nach BILD-Informationen gab es zum Jahreswechsel zwei Todesfälle in Göttingen (Niedersachsen).

Bei einem Mädchen (3) und einem Mann (51) wurde das H1N1-Virus nachgewiesen – beide sind in der Uni Klinik in Göttingen verstorben.

Bei dem Kind wurde das Virus durch eine Obduktion nachgewiesen, beim männlichen Toten durch einen Rachenabstrich.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan (39, CDU) warnt vor Panik.

Sie ruft jedoch insbesondere Menschen über 60 Jahren, Schwangere und Personen mit chronischen Erkrankungen zur Grippeschutzimpfung auf.

Erst im August 2010 hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO Entwarnung gegeben, die Schweinegrippe-Pandemie für beendet erklärt und die Warnstufe weltweit von Höchststufe 6 auf 5 herab gesetzt.

„Diese tragischen Fälle zeigen, das die Influenza keine harmlose Erkrankung ist, sondern auch einen schweren Verlauf nehmen kann“, betont Dr. Matthias Pulz, Chef vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA).

In 29 Prozent der aktuell in dem Bundesland untersuchten Rachenabstriche seien Influenzaviren gefunden worden auch das A/H1N1, das 2009 die Schweingrippe–Pandemie ausgelöst hatte.

Über 18 500 Menschen starben damals weltweit an der Seuche.

 
Schweingerippewelle klingt offenbar ab!

Offenbar gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Schweinegrippe-Welle in den Bundesländern bereits wieder abklingt. So sei in Bayern die Zahl der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen seit zwei Wochen zurückgegangen, berichtet der „Spiegel“.

„Das ist ein zarter Trend“, sagte Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Auch in den nördlichen Bundesländern entspannt sich die Lage. Die pflegerische Leiterin der Notfallambulanz am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg, Doris Schrage, sagte dem „Spiegel“: „Vermutlich ist die große Infektionswelle schon vorbei.“

Der Chefarzt am hannoverschen Kinderkrankenhaus auf der Bult, sagte: „Wir wissen nur noch nicht, ob es das wirklich schon war.“ Der Kinderarzt Heiko Krude am Berliner Virchow-Klinikum sagte, „die Symptome sind weitgehend mild, wir haben keine Knappheit bei Intensivbetten oder Beatmungsgeräten“.

Inzwischen seien rund 4,8 Mio. Deutsche geimpft: Insbesondere Risikogruppen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens sind laut „Spiegel“ inzwischen geschützt. Für Schwangere soll in einer Woche ein spezielles Präparat zugelassen werden.

Wie geht es jetzt weiter?

Am kommenden Dienstag wollen die Landesgesundheitsministerien nach Informationen des Magazins beraten, wie dringend sie der gesunden Bevölkerung die Impfspritze empfehlen wollen. Insbesondere soll es um die Frage von Massenimpfungen in Betrieben gehen.

Schon jetzt rechneten die Bundesländer damit, auf einem erheblichen Teil der bestellten 50 Millionen Impfstoffdosen sitzen zu bleiben. Doch mehrere Staaten haben bereits Interesse am deutschen Impfstoff angemeldet, darunter die Ukraine. Sie ist von einer besonders schweren Grippe-Welle betroffen.

Am Wochenende wurde allerdings bekannt, dass der Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) aufgrund von Prüfungen der Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der kommenden Woche weniger Impfdosen ausliefert als geplant – vermutlich nur 1,5 Millionen Dosen Pandemrix, teilte das Unternehmen in München mit.

 

Nach Angaben des RKI waren bis Donnerstagnachmittag 59 Menschen an der neuen Grippe gestorben.

 
Hersteller von Schweinegrippe-Impfstoff ruft Charge in Kanada zurück

Die Schweinegrippe-Impfung – wie gefährlich ist sie wirklich? Der Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) rief in Kanada eine Charge des Impfstoffs zurück. Grund: Das Mittel mit dem Namen „Arepanrix“ könnte lebensbedrohliche Allergien auslösen!

Mediziner wurden bereits am 18. November angewiesen, Impfdosen der betroffenen Charge nicht zu verwenden.

Unternehmenssprecherin Gwenan White sagte in London, die Empfehlung sei ausgegeben worden, nachdem von der betreffenden Charge mehr Berichte über allergische Reaktionen eingegangen seien als normalerweise.

Betroffen sind demnach 172 000 Impf-Einheiten. Wie viele davon schon benutzt wurden, sagte die Sprecherin nicht. Insgesamt seien 7,5 Mio. Impfdosen nach Kanada geliefert worden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO verlangte, es müsse „geklärt werden, was in Kanada passiert ist“. Die Empfehlung zur Impfung gegen das H1N1-Virus bleibe jedoch bestehen.

Was bedeutet die Rückrufaktion für Deutschland?

„Gar nichts“, sagte GSK-Sprecher Markus Hardenbicker b„Der Impfstoff ist dem für Deutschland zugelassenen ,Pandemrix' zwar ähnlich, aber nicht gleich.“

Hardenbicker weiter: „,Arepanrix' wurde in Québec produziert, hat ein Zulassungsverfahren nur für Kanada durchlaufen. ,Pandemrix' wird in Dresden produziert, für den europäischen Markt, und wurde bei der europäischen Zulassungsstelle EMEA zugelassen.“

Derweil steigt die Zahl der Todesfälle von Patienten, die sich mit dem neuen Virus infiziert haben: Nach zwei weiteren Toten in Niedersachsen am Dienstag meldete auch das Bundesland Bremen erstmals ein Todesopfer: Die übergewichtige Frau († 31) sei bereits am Sonntag an den Folgen der Infektion gestorben. Weitere Vorerkrankungen seien nicht bekannt.

„Leider bestätigen sich jedoch hierdurch Meldungen aus dem In- und Ausland, dass die Schweinegrippe durchaus für jüngere Menschen auch ohne Vorerkrankungen gefährlich werden kann“, sagte Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter.

 
Zwei von drei Infizierten an mutiertem Schweinegrippe-Virus gestorben

Norwegische Mediziner haben ein mutiertes Schweinegrippe-Virus entdeckt. Von drei infizierten Patienten sind zwei gestorben, einer ist schwer erkrankt. Forscher sehen derzeit allerdings keinen Grund zu erhöhter Sorge: Das mutierte Virus scheint sich nicht zu verbreiten.

Oslo - In Norwegen ist eine potentiell gefährliche Veränderung des H1N1-Virus gefunden worden. Wie die Gesundheitsbehörden an diesem Freitag mitteilten, könnte die Mutation dafür verantwortlich sein, bei Infizierten schwere Krankheitssymptome auszulösen. "Die Mutation könnte die Fähigkeit des Erregers beeinflussen, tiefer in die Atemwege einzudringen und so eine schwerere Form der Krankheit auszulösen", heißt es in einer Mitteilung des norwegischen Instituts für öffentliche Gesundheit.

Allerdings weise derzeit nichts darauf hin, dass die Mutation die Wirksamkeit der Impfstoffe und antiviralen Medikamente beeinträchtige, die gegenwärtig gegen die Schweinegrippe eingesetzt werden. Unklar sei, ob sich die veränderte Form des Virus von Mensch zu Mensch verbreite. "Ausgehend von dem, was wir derzeit wissen, scheint das mutierte Virus nicht in der Bevölkerung zu kursieren", sagte Geir Stene Larsen, Direktor des Instituts für öffentliche Gesundheit. Man gehe von "spontanen Veränderungen" des Erregers bei den drei Patienten aus.

Die beiden Menschen, die an der veränderten Form des Virus gestorben waren, gehören nach den Angaben der Behörden zu den ersten Todesopfern der Schweinegrippe in Norwegen. Bei späteren Opfern habe man zwar ebenfalls einige Mutationen des Virus entdeckt - aber nicht dieselben, die man zuvor bei den Toten gefunden hatte, sagte Larsen.

Norwegen ist relativ zu seiner Bevölkerungsgröße hart von der Schweinegrippe getroffen worden: 23 Menschen sind in dem Land gestorben. Weltweit kamen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher 6750 Menschen durch die Seuche zu Tode.

Experten halten Mutationen des H1N1-Virus nicht grundsätzlich für einen Anlass zur Sorge. Bisher wurden bereits mehrere Veränderungen nachgewiesen, doch keine führte zu einer erhöhten Gefahr. Grippeviren gehören zu den wandlungsfähigsten Erregern überhaupt - Veränderungen sind deshalb an sich nicht überraschend.

Gefährlich sind sie vor allem dann, wenn sie einen Virus tödlicher machen - "aber nur, wenn sie leicht übertragbar sind", sagte William Schaffner von der Vanderbilt University in Nashville (US-Bundesstaat Tennessee) der "Washington Post". Deshalb sei es zunächst beruhigend, dass die norwegische Variante sich offenbar nicht in der Bevölkerung ausbreite.

 
7 Monate altes Baby stirbt nach H1N1 Infektion

Ein sieben Monate altes Baby mit Schweinegrippe ist in München gestorben!

Das Mädchen sei das bisher jüngste Opfer in Deutschland und bereits am 31. Oktober mit einer H1N1-Infektion in einer Klinik gestorben, berichtete die Münchner Tageszeitung „tz“.

Auch in Niedersachsen gibt es einen zweiten Todesfall durch die Schweinegrippe: Letzten Mittwoch starb eine 57-Jährige aus Delmenhorst an den Folgen einer H1N1-Infektion.

Brisant: Die Schweinegrippe-Patientin befand sich zuletzt in einem längerem Urlaub in der Ukraine. Dort grassiert das Schweinegrippe-Virus besonders schlimm.

Am 9. November kehrte sie aus der Ukraine zurück, suchte sofort ihren Hausarzt auf – zwei Tage später war sie tot! Das Landesgesundheitsamt hat den Nachweis über das Virus jetzt bestätigt. Die Patientin habe zudem unter Vorerkrankungen gelitten.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) äußerte sich betroffen: „Jeder einzelne Fall ist tragisch.“ Es gelte umso mehr, mit einer Impfung besonders die Menschen zu schützen, die im Falle einer Erkrankung möglicherweise ernsthafte Komplikationen zu befürchten haben. Dazu gehörten Menschen mit chronischen Erkrankungen und Personal in Krankenhäusern sowie Pflegeheimen.

Erst am Montag verstarb in Osnabrück eine 52-jährige Frau an den Folgen der Grippe-Infektion. Auch sie hatte unter Vorerkrankungen gelitten, wurde stationär in einer Klinik aufgenommen.

In Niedersachsen sind nach Angaben des Landesgesundheitsamtes rund 9000 Menschen infiziert worden. Seit dem 6. November wurden der Behörde mehr als 3900 Fälle übermittelt. Nach wie vor häuften sich die Fälle in Kindergärten und Schulen.

Wesentlich dramatischer ist die Lage in der Ukraine.

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bat angesichts der schweren Schweinegrippe-Epidemie in seinem Land die internationale Gemeinschaft um Hilfe. Die Krankheit werde zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit, schrieb der Staatschef an die EU sowie die Regierungen benachbarter Länder.

Die Ukraine sei alleine nicht in der Lage, das Problem zu lösen. Die Zahl der Todesfälle wegen Schweinegrippe stieg auf 60, darunter mehrere Ärzte.

 
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